Wie zu allem "Guten" gibt es auch das "Böse". In diesem Fall zählt der Begriff Spambot nicht zu dem Positiven, was das Internet zu bieten hat. Wie es schon der Begriff andeutet, suchen diese Bots nichts mehr. Im Regelfall haben sie ihr Ziel schon gefunden bzw. wurde ihnen ihr Zeil vorgegeben. Wo und in welcher Form sie ihre unerwünschten Nachrichten verbreiten liegt wiederum in ihrer Programmierung selbst. Die wohl bekannteste Verbreitung ist hier die Spammail, vermutlich dicht gefolgt von Eintragungen in Gästebüchern, Foren, Blogs etc..
Die Vorarbeit liefert ihnen meistens ein Webcrawler, der ihnen die Email- oder Webadressen aus dem WWW besorgt, die sie bearbeiten können. Massenemails zu versenden ist dabei keine Erfindung des jeweiligen Botprogrammierers sondern ist schon in fast jedem Emailprogramm selbst vorhanden. Bots, die Spammails versenden sind von daher nichts weiter als Programme (Scripte), die automatisch die ihnen bekannten Emailadressen mit dem Inhalt der ihnen anvertrauten, meist unerwünschten Texten beglücken.
Wurden früher noch Emailadressen per mailto in Webseiten eingebunden, versucht man heute diese möglichst für Maschinen unerkennbar zu platzieren. Ein Hoch auf die Impressumpflicht. Immerhin ist hier die Angabe einer Emailadresse Pflicht geworden.
Gästebuchspam ist vom Prinzip nichts weiter als die vorhandenen Formulare auszufüllen und somit die äusserst anspruchsvolle und interessante Botschaft im Netz verfügbar zu machen. Zum Großteil wird versucht dort einen oder mehrere Links zu hinterlassen, die auf die zu bewerbende Webseite leiten sollen. Wurden solche Links früher noch von Suchmaschinen gewertet verlieren sie heute immer mehr an Bedeutung bei ihnen. Zumindest reagiert Google entsprechend auf Einträgen in Gästebüchern, die auch als solche erkennbar sind. Beispielsweise durch den Dateinamen oder dem Ordner in dem sich die Datei befindet. Anscheinend haben dies die Betreiber der Spambots selbst noch nicht gemerkt oder es ist ihnen egal.
Neben der Arbeit, die der Inhaber des Gästebuches hat, hat ein Spameintrag auch noch andere Nebenwirkungen.
Bei 1. könnte man ja in dem Glauben sein, daß man ja nicht unbedingt Kenntnis davon haben muß. Wer schaut schon jeden Tag dort rein? Tja dumm nur, daß man meistens auch eine Datumsangabe zum betreffenden Eintrag selbst hat. Somit kann man schnell feststellen ob der Betroffene hier Kenntnis erlangt haben könnte. Im Gegensatz zu einem gut besuchten Forum, halten sich Einträge in Gästebüchern doch eher im Rahmen.
Zu 2. musste ich selbst feststellen, daß Suchmaschinen für meine Seite Suchbegriffe anzeigen, die ich selbst nie geschrieben habe. Ich könnte mir gut vorstellen mit diesen sogar eine recht gute Platzierung zu erreichen. Leider entsprechen diese Begriffe nicht meinen Vorstellungen unter denen meine Webseite zu finden sein sollte.
Foren- und Blogspam haben meistens den gleichen Hintergrund. Bei Foren ist es allerdings auch nicht selten der Fall, daß diese mit sinnlosen Einträgen bombardiert werden, nur um das Forum selbst zu stören. Ansonsten ist es auch hier Sinn und Zweck Backlinks zu erzeugen.